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Noch ist Polen nicht verloren

PR dla Zagranicy
Kamila Lutostańska Kamila Lutostańska 06.06.2018 23:30
Deutscher Publizist Henryk Broder: Noch ist Polen nicht verloren
Prasa - zdjęcie ilustracyjnePrasa - zdjęcie ilustracyjnePixabay/kaboompics/CC0 License

Broder in „Die Welt“: Noch ist Polen nicht verloren
Der Publizist Henryk Broder warf der deutschen Partei der Grünen in der Zeitung "Die Welt" Größenwahn gegenüber Polen vor und riet der Partei deutsche Verbrechen nicht zu vergessen, indem sie die polnischen Behörden scharf kritisiere. Die Grünen versuchen in Brüssel, die Justizreformen in Polen zu blockieren und beschleunigte Prozeduren gegen Polen einzuleiten, weil sie glauben, dass sie die Unabhängigkeit der polnischen Justiz bedrohen. Broder erinnert daran, dass die Grünen bei den Bundestagswahlen nur 8,9 Prozent deutscher Stimmen gewonnen haben und derzeit der kleinste parlamentarische Club sind, was sie nicht daran hindert, sich so zu verhalten, als ob sie die Wahlen gewonnen hätten. "In der Psychiatrie nennt man solches Verhalten "Größenwahn", eine Form der Manie, die sich dadurch auszeichnet, dass man sich selbst überschätzt", argumentiert Broder.
Der Kolumnist betont, dass Polen immer noch ein souveränes Land mit freien Parlamentswahlen, einer eigenen Regierung und einer eigenen Währung - dem Zloty sei, und dass die Europäische Union kein Bundesstaat, sondern eine "Arbeitsgemeinschaft souveräner Staaten" ist. Broder rät außerdem den Grünen, etwas über die polnische Geschichte zu lesen. "Zum Beispiel zwischen 1939 und 1945, als viele beschleunigte Verfahren in Polen durchgeführt wurden, die mit dem Tod Tausender polnischer Bürger endeten", erinnert der Journalist und rät den Grünen als Fazit den Atem anzuhalten und die Anfangsphrase aus der Hymne Polens auswendig zu lernen, die lautet: "Noch ist Polen nicht verloren".
ps

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