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Polen brauche eine vernünftige Einwanderungspolitik und den Verzicht auf Träume

PR dla Zagranicy
Kamila Lutostańska Kamila Lutostańska 15.05.2018 11:51
Der Brexit wird den Abfluss von Auswanderern begrenzen. Aber nicht für lange.
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Rzeczpospolita: Einwanderungspolitik notwendig
Die Wirtschaftsmigration ist seit vielen Jahren ein Sicherheitsventil und hat dazu beigetragen, die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit und den sozialen Druck zu verringern, schreibt Krzysztof Adam Kowalczyk für die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita. In letzter Zeit ist sie jedoch zu einem Fluch für die rasende und durstige polnische Wirtschaft geworden, die nach neuen Kadern sucht. Wie Kowalczyk vorhergesagt, wird der Brexit höchstwahrscheinlich den Abfluss von Auswanderern begrenzen und dem polnischen Arbeitsmarkt eine Pause geben. Aber nicht für lange.

Polen, die über den Weggang nachdenken, schauen in Richtung der Niederlande oder Deutschland. Deutschland aber sei seiner Meinung nach nicht für jedermann geeignet. Aussichten auf einen guten Beruf seien unreal, wenn man kein Deutsch kann. Laut dem Wirtschaftsjournalisten absorbiert die polnische Wirtschaft derzeit Arbeiter wie ein Wasserschwamm und die Löhne steigen. Um allerdings ein westeuropäisches Einkommensniveaus und BIP zu erreichen braucht Polen aber noch bis zu 30 Jahren. Kowalczyk nach werden viele junge Leute keine Geduld haben, wenn sie die Abkürzung nehmen können und dank der Ausreise aus Polen in ein paar Monaten dasselbe erreichen können. Diese Tatsache fordere einer Revision der Regierungsprioritäten.

Die Rzeczpospolita vertritt die Meinung, dass die Unterstützung der Arbeitsmigration im Land wichtig ist. Rahmenplan für die Einwanderung nach Polen sei allerdings vielleicht sogar noch wichtiger. Polen brauche eine vernünftige Einwanderungspolitik und den Verzicht auf Träume, dass es ausreicht, Landsleute aus dem Osten anzusiedeln, um den Arbeitsmarkt zu retten. Kowalczyk ist der Auffassung, dass es notwendig sein wird, die Tür für Fachleute sogar von außerhalb Europas aufzumachen.

Die schwierige Aufgabe wird nun jedoch sein, die Haltung der Polen selbst zu ändern und die Auswirkungen der Kampagne gegen Einwanderer zu revidieren.


Energetyka24: Polen muss sich gegen Deutschlands Nord Stream 2 wehren
In einem Interview mit dem Online-Portal fuer Energiewesen sprach Daniel Kawczyński, Mitglied des britischen Parlaments, über seine Sicht zum Nord Stream 2 Projekt, die Rolle Deutschlands in einem vereinten Europa und die Sicherheit der Länder des Alten Kontinents. Berlin zeige mit seinem Projekt Heuchelei und versuche damit andere EU-Länder zu unterwerfen. Die Sicherheit Europas indessen, hänge wiederum nur von der Stärke der NATO und nicht Deutschlands ab.

Laut Kawczyński versuchen die Deutschen Polen zu diktieren, wie Polen sich gegenüber Einwanderungsfragen verhalten soll. Zusammen mit Brüssel versucht es Polen zu diktieren, wie es mit dem Verfassungsgericht umgehen soll. Berlin versuche Warschau mit Sanktionen zu zwingen, sich an bestimmte Prinzipien und Werte der Europäischen Union anzupassen, und gleichzeitig tut Deutschland etwas, das völlig unvereinbar mit dem Geist und Buchstaben dessen ist, worauf die Europäische Union baut, betont der britische Abgeordnete. Deutschlands Handlungen sind seiner Meinung nach nicht nur selbstsüchtig, sondern auch gefährlich für Polen, Litauen, die Slowakei und die Ukraine.
Deutschland habe sehr enge Beziehungen zu Russland. Merkel und Putin arbeiten seit 2005 zusammen. Gerhard Schroeder ist heute hochrangiger Direktor bei Gazprom. Darüber hinaus ist der britische Politiker davon überzeugt, dass die EU jetzt etwas wie einen übernationalen Staat schaffen will und versuchen wird, Polen dazu zu zwingen, seine Währung aufzugeben.

"Wenn ein Land sein eigenes Geld aufgibt, hört es auf, ein souveräner Staat zu sein", erklärt Kawczyński und fügt hinzu, dass Polen bald entscheiden muss, ob es seine eigene Außenpolitik, Währung und Armee aufgibt und Deutschland entscheiden lässt, wer nach Polen kommen kann und wer nicht. Darüber hinaus, erklärt Kawczyński, wolle Deutschland auch NATO-Stützpunkte nur bei sich haben, und ähnliche Anlagen in Polen sehen sie als eine Provokation gegen Russland. Berlin wolle eine neue, wundervolle Europäische Union schaffen, aber sie soll sich voll und ganz an sie anpassen, nicht an Polen, lautet das Fazit von Kawczyński für das Online-Portal für Energiewesen.

Gazeta Polska Codziennie: Die Seidenstraße wird Polen umgehen? Im Hintergrund russische und deutsche Firmen
Wie die "Gazeta Polska Codziennie" berichtet, erreichte der erste Zug in der Geschichte der Neuen Seidenstraße den Hafen von Antwerpen durch Kasachstan, Russland, Weißrussland, Polen und Deutschland innerhalb von 16 Tagen. Die Informationen über den historischen Transport von China nach Westeuropa sei eine gute Nachricht für viele europäische Transportunternehmen, einschließlich der Polnischen Staatseisenbahn, die auf steigende chinesische Lieferungen zählt. Die russische Eisenbahngesellschaft RŻD Logistics und die deutsche Firma DB Cargo wollen allerdings Frachttransporte von China nach Kaliningrad und St. Petersburg und dann in deutsche Häfen umleiten, ohne Polen am Transit zu beteiligen, informiert die regierungsnahe Tageszeitung. "Dies ist eine Warnung für Polen, das darauf setzt, chinesische Lieferungen im Rahmen der Seidenstraße zu erhöhen", warnen Experten und rufen in der "GPC" zu Gegenmaßnahmen auf.

ps.

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