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Saison-Arbeit in Großbritannien für Polen immer weniger verlockend

PR dla Zagranicy
Kamila Lutostańska Kamila Lutostańska 14.05.2018 14:12
Brexit und der schwache Pfund schrecken Arbeitsmigranten vor Großbritannien zurück.
 
Foto: pixabay.com/Creative Commons Public Domain CC0

Rzeczpospolita: Saison-Arbeit in Großbritannien für Polen immer weniger verlockend

Brexit und der schwache Pfund schrecken Arbeitsmigranten vor Großbritannien zurück. Heute entscheiden sich mehr Menschen für Deutschland und die Niederlande, lesen wir in der Tageszeitung Rzeczpospolita.

Im Frühjahr letzten Jahres war Großbritannien das Hauptziel der Polen in Anbetracht der Jobmigration und jeder fünfte Pole wollte dorthin fahren. Laut dem Bericht der Arbeitsagentur Works Service, der dem konservativem Blatt zur Verfügung gestellt wurde, ist diese Zahl in diesem Frühjahr sechsmal kleiner. An der Spitze der Liste der bevorzugten Reiseziele für gut bezahlte Arbeitsplätze sind heute Deutschland und die Niederlande.

Deutschland garantiert geografische Nähe und Hunderttausende von Arbeitsplätzen, erklärt der Direktor von Work Service. Darüber hinaus bevorzugen Polen heute in der Emigration Arbeitslöhne in Euro als in Pfund, der infolge des Brexits an Wert verloren hat. Dadurch seien die Einkommen auf den Inseln nicht mehr so attraktiv wie zuvor. Der Rückzug von Einwanderern aus Großbritannien ist auch bereits in den Daten des britischen Statistikamtes ONS sichtbar. Ihm zufolge, schreibt Rzeczposoplita, haben 62.000 Polen letztes Jahr einen Job angenommen, was mehr als ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor ist. Jeder zwanzigste verließ demnach Großbritannien und zog in andere europäische Länder wie die Niederlande. Nach Angaben des polnischen Statistikamts befanden sich 2016 mehr als 2,5 Millionen Polen im Ausland. Fast jeder Dritte lebte in Großbritannien, über ein Fünftel in Deutschland.

Forsal.pl: Ben Hodges über Zentralen Flughafen in Polen. Die NATO und die EU brauchen dieses Projekt.
Im Herzen Polens, zwischen Łódź und Warschau, soll bis 2027 ein neuer Flughafen entstehen, der laut Projekt einer der größten Transferflughäfen Europas sein soll, informiert das Online-Nachrichten- und Finanzportal. Der Zentralflughafen würde Polen nicht nur wirtschaftliche Vorteile bringen, sondern auch zur Verbesserung der Sicherheit in der Region beitragen und einen schnellen Truppentransfer ermöglichen, zitiert Forsal den ehemalige US-Armeekommandeur Ben Hodges in einem Interview mit der polnischen Presseagentur. Hodges soll letzte Woche auch mit Ministerpräsident Mateusz Morawiecki über das Projekt gesprochen haben.
"Dieses Projekt ist genau das, was die NATO braucht und was die Europäische Union im Hinblick auf militärische Mobilität denkt. Ich beurteile das Projekt auch wegen seiner militärischen Nützlichkeit für alle Europäer", sagte Hogdes. Wie er im weiteren erklärt, ist der Flughafen eine Antwort auf die dringenden Bedürfnisse von uns allen, sowohl aus kommerziellen und nationalen Gründen, aber auch aus Sicherheitsgründen, fügte er hinzu. Hodges ist davon überzeugt, dass die Verwirklichung dieser Idee der NATO helfen würde, sich so schnell wie die Streitkräfte Russlands oder schneller zu bewegen, was für die Verhinderung von Krisen und für die Abschreckung unerlässlich ist.
wGospodarce.pl: Deutschland sollte Dokumente über Kriegsverbrechen zurückgeben!
Von 1961-99 sandte Polen ca. 63.000 Dokumente mit Daten zu deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland, informiert das regierungsnahe Online-Blatt wGospodarce.pl. "Die Untersuchung bezüglich ihrer Übertragung wurde eingestellt", behauptet das Institut für Nationales Gedenken und reagiert auf ein Schreiben des PiS Abgeordneten Arkadiusz Mularczyk, der den parlamentarischen Reparationsausschuss für Kriegsschäden repräsentiert. Laut dem Abgeordneten sollten diese Dokumente an Polen zurückgegeben werden. Am 5. April bat Mularczyk den Justizminister und Präsidenten des Instituts für Nationales Gedenken um Informationen, welche Dokumente an die deutsche Seite geschickt wurden, ob diese Dokumente nach ihrer Verwendung zurückgegeben wurden und ob die Angelegenheit von der Staatsanwaltschaft untersucht wurde. Aus der Abfrage geht hervor, dass 63.000 Dokumente ins Ausland geschickt wurden. Unter diesen Dokumenten sollen sich auch 41 Tausend Dokumente mit Protokollen über Zeugenaussagen, 12.000 Sterbeurkunden sowie 759 Exhumierungsprotokolle befunden haben. Mularczyk teilte letzte Woche mit, dass Polen Maßnahmen ergreifen sollte, um diese Dokumente zurückzuerhalten und diejenigen, die über ihre Übertragung entschieden haben, sollten, wenn möglich, rechtliche oder politische Verantwortung tragen. Er wies auch darauf hin, dass die Frage der Übergabe dieser Dokumente durch "hochrangige Beamte" umso "schockierender" sein müsse, insofern unter den Dokumenten Beweise waren, die die Hilfe von Polen gegenüber Juden während der deutschen Besatzung aus der Kriegszeit beweisen. ps

Rzeczpospolita: Saison-Arbeit in Großbritannien für Polen immer weniger verlockend

Brexit und der schwache Pfund schrecken Arbeitsmigranten vor Großbritannien zurück. Heute entscheiden sich mehr Menschen für Deutschland und die Niederlande, lesen wir in der Tageszeitung Rzeczpospolita. Im Frühjahr letzten Jahres war Großbritannien das Hauptziel der Polen in Anbetracht der Jobmigration und jeder fünfte Pole wollte dorthin fahren. Laut dem Bericht der Arbeitsagentur Works Service, der dem konservativem Blatt zur Verfügung gestellt wurde, ist diese Zahl in diesem Frühjahr sechsmal kleiner.

An der Spitze der Liste der bevorzugten Reiseziele für gut bezahlte Arbeitsplätze sind heute Deutschland und die Niederlande. Deutschland garantiert geografische Nähe und Hunderttausende von Arbeitsplätzen, erklärt der Direktor von Work Service. Darüber hinaus bevorzugen Polen heute in der Emigration Arbeitslöhne in Euro als in Pfund, der infolge des Brexits an Wert verloren hat. Dadurch seien die Einkommen auf den Inseln nicht mehr so attraktiv wie zuvor. Der Rückzug von Einwanderern aus Großbritannien ist auch bereits in den Daten des britischen Statistikamtes ONS sichtbar. Ihm zufolge, schreibt Rzeczposoplita, haben 62.000 Polen letztes Jahr einen Job angenommen, was mehr als ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor ist. Jeder zwanzigste verließ demnach Großbritannien und zog in andere europäische Länder wie die Niederlande. Nach Angaben des polnischen Statistikamts befanden sich 2016 mehr als 2,5 Millionen Polen im Ausland. Fast jeder Dritte lebte in Großbritannien, über ein Fünftel in Deutschland.

Forsal.pl: Ben Hodges über Zentralen Flughafen in Polen. Die NATO und die EU brauchen dieses Projekt.

Im Herzen Polens, zwischen Łódź und Warschau, soll bis 2027 ein neuer Flughafen entstehen, der laut Projekt einer der größten Transferflughäfen Europas sein soll, informiert das Online-Nachrichten- und Finanzportal. Der Zentralflughafen würde Polen nicht nur wirtschaftliche Vorteile bringen, sondern auch zur Verbesserung der Sicherheit in der Region beitragen und einen schnellen Truppentransfer ermöglichen, zitiert Forsal den ehemalige US-Armeekommandeur Ben Hodges in einem Interview mit der polnischen Presseagentur.

Hodges soll letzte Woche auch mit Ministerpräsident Mateusz Morawiecki über das Projekt gesprochen haben."Dieses Projekt ist genau das, was die NATO braucht und was die Europäische Union im Hinblick auf militärische Mobilität denkt. Ich beurteile das Projekt auch wegen seiner militärischen Nützlichkeit für alle Europäer", sagte Hogdes. Wie er im weiteren erklärt, ist der Flughafen eine Antwort auf die dringenden Bedürfnisse von uns allen, sowohl aus kommerziellen und nationalen Gründen, aber auch aus Sicherheitsgründen, fügte er hinzu. Hodges ist davon überzeugt, dass die Verwirklichung dieser Idee der NATO helfen würde, sich so schnell wie die Streitkräfte Russlands oder schneller zu bewegen, was für die Verhinderung von Krisen und für die Abschreckung unerlässlich ist.

wGospodarce.pl: Deutschland sollte Dokumente über Kriegsverbrechen zurückgeben!

Von 1961-99 sandte Polen ca. 63.000 Dokumente mit Daten zu deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland, informiert das regierungsnahe Online-Blatt wGospodarce.pl. "Die Untersuchung bezüglich ihrer Übertragung wurde eingestellt", behauptet das Institut für Nationales Gedenken und reagiert auf ein Schreiben des PiS Abgeordneten Arkadiusz Mularczyk, der den parlamentarischen Reparationsausschuss für Kriegsschäden repräsentiert.

Laut dem Abgeordneten sollten diese Dokumente an Polen zurückgegeben werden. Am 5. April bat Mularczyk den Justizminister und Präsidenten des Instituts für Nationales Gedenken um Informationen, welche Dokumente an die deutsche Seite geschickt wurden, ob diese Dokumente nach ihrer Verwendung zurückgegeben wurden und ob die Angelegenheit von der Staatsanwaltschaft untersucht wurde. Aus der Abfrage geht hervor, dass 63.000 Dokumente ins Ausland geschickt wurden. Unter diesen Dokumenten sollen sich auch 41 Tausend Dokumente mit Protokollen über Zeugenaussagen, 12.000 Sterbeurkunden sowie 759 Exhumierungsprotokolle befunden haben. Mularczyk teilte letzte Woche mit, dass Polen Maßnahmen ergreifen sollte, um diese Dokumente zurückzuerhalten und diejenigen, die über ihre Übertragung entschieden haben, sollten, wenn möglich, rechtliche oder politische Verantwortung tragen. Er wies auch darauf hin, dass die Frage der Übergabe dieser Dokumente durch "hochrangige Beamte" umso "schockierender" sein müsse, insofern unter den Dokumenten Beweise waren, die die Hilfe von Polen gegenüber Juden während der deutschen Besatzung aus der Kriegszeit beweisen.

ps

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