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Warschauer Zoo. Ein Versteck für Juden im Krieg.

PR dla Zagranicy
Kamila Lutostańska Kamila Lutostańska 09.03.2018 15:00
  • Der Warschauer ZOO - ein Versteck für Juden in den Kriegsjahren
Jan Żabiński und seine Frau Antonina gaben verfolgten Juden ein Zuhause.
Die Villa des Zoodirektors Jan ŻabińskiDie Villa des Zoodirektors Jan ŻabińskiKamila Lutostańska
Der Warschauer ZOO wird 90 Jahre alt. Bei seiner Eröffnung im Jahr 1928 galt er als der größte Tierpark in Europa. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Park bombardiert, ruiniert und musste geschlossen werden. Viele Tiere haben den Krieg nicht überlebt, starben einen qualvollen Tod oder wurden in das Dritte Reich verschleppt.
Die deutschen Soldaten benutzten indes das ZOO-Gelände als eine angenehme Grünoase, die die Polen nicht betreten durften. Doch der Park diente den Deutschen nicht nur zur Entspannung, sie haben auf dem Gelände des Zoologischen Gartens ein streng geschütztes Munitionslager eingerichtet.
Unter diesen schrecklichen Umständen ist es dem damaligen ZOO-Direktor Jan Żabinski und seiner Frau Antonina gelungen, Hunderte Juden in der von Ihnen bewohnten Villa, die ganz in der Nähe des Munitionslagers stand, zu verstecken und sie vor dem Holocaust zu retten - unter den Augen der Nazibesatzer, die es nie erfahren haben.
Das Ehepaar wurde für ihre Verdienste später vom Staat Israel mit der Medaille der Gerechten unter den Völkern ausgezeichnet.
Wir nehmen Sie jetzt mit auf einen Rundgang durch die historische Villa, die bis heute im Warschauer ZOO steht.
Olga Zbonikowska erzählt uns von den Ereignissen, die sich hier während der deutschen Besatzung Warschaus abgespielt haben. Bitte folgen Sie mir.

Der Warschauer Zoo wird 90 Jahre alt. Bei seiner Eröffnung im Jahr 1928 war er der größte Tierpark in Europa. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Park bombardiert, ruiniert und musste geschlossen werden. Viele Tiere haben den Krieg nicht überlebt, starben einen qualvollen Tod oder wurden in das Dritte Reich verschleppt. Die deutschen Soldaten benutzten indes das Gelände als eine angenehme Grünoase, die die Polen nicht betreten durften. Doch der Park diente den Deutschen nicht nur zur Entspannung, sie haben dort ein streng geschütztes Munitionslager eingerichtet.

Unter diesen schrecklichen Umständen ist es dem damaligen Zoodirektor Jan Żabinski und seiner Frau Antonina gelungen, Hunderte Juden in der von Ihnen bewohnten Villa, die ganz in der Nähe des Munitionslagers stand, zu verstecken und sie vor dem Holocaust zu retten - unter den Augen der Nazibesatzer.

Wir nehmen Sie jetzt mit auf einen Rundgang durch die historische Villa, die bis heute im Warschauer Zoo steht. Olga Zbonikowska erzählt Kamila Lutostańska von den Ereignissen, die sich hier während der deutschen Besatzung Warschaus abgespielt haben.

Jan und Antonina Żabinska haben 300 Juden gerettet. Von diesen 300 Personen, wurden 2 Frauen erschossen. Der Rest überlebte den Krieg.

Die ganze Geschichte wird in dem amerikanischen Film: "Die Frau des Zoodirektors" dargestellt. Obwohl die Ereignisse nicht ganz treu gezeigt werden, ist der Streifen auf jeden Fall empfehlenswert.

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