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Polen und Ukraine suchen Annäherung in der Geschichtspolitik

PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski 12.07.2018 12:51
Am Rande des NATO-Gipfels in Brüssel haben sich Staatspräsident Andrzej Duda und sein Amtskollege Petro Poroschenko erneut zu der schwierigen gemeinsamen Geschichte ausgetauscht.
FOTO: PAP/EPA

Polen und die Ukraine suchen Annäherung in der Geschichtspolitik. Am Rande des NATO-Gipfels in Brüssel haben sich Staatspräsident Andrzej Duda und sein Amtskollege Petro Poroschenko erneut zu der schwierigen gemeinsamen Geschichte ausgetauscht. Wie Poroschenko betonte, sollte die Vergangenheit vor allem von Historikern untersucht und nicht zu einem Politikum gemacht werden.
Es ist unsere gemeinsame Meinung, dass wir die Geschichte Wissenschaftlern überlassen und die Vergangenheit nicht politisieren sollten. Die Vergangenheit sollte verbinden, ebenso wie die Gegenwart und die Zukunft.
Die Differenzen in den Geschichtsauffassungen beider Länder waren erst diese Woche erneut zu Tage getreten, als die Ukraine und Polen separate Gedenkfeierlichkeiten zum so genannten Wolhynien-Massaker organisierten. Dabei hatten ukrainische Nationalisten zwischen 1943 und 44 über 100 Tausend Polen ermordet. Gestern jährte sich der blutigste Tag der Massaker, bei dem 1943 99 polnische Ortschaften angegriffen wurden und über 10 Tausend polnische Bürger ums Leben kamen, zum 75. Mal gejährt.

Polen und die Ukraine suchen Annäherung in der Geschichtspolitik. Am Rande des NATO-Gipfels in Brüssel haben sich Staatspräsident Andrzej Duda und sein Amtskollege Petro Poroschenko erneut zu der schwierigen gemeinsamen Geschichte ausgetauscht. Wie Poroschenko betonte, sollte die Vergangenheit vor allem von Historikern untersucht und nicht zu einem Politikum gemacht werden. "Es ist unsere gemeinsame Meinung, dass wir die Geschichte Wissenschaftlern überlassen und die Vergangenheit nicht politisieren sollten. Die Vergangenheit sollte verbinden, ebenso wie die Gegenwart und die Zukunft", so der ukrainische Staatschef.


Die Differenzen in den Geschichtsauffassungen beider Länder waren erst diese Woche erneut zu Tage getreten, als die Ukraine und Polen separate Gedenkfeierlichkeiten zum so genannten Wolhynien-Massaker organisierten. Dabei hatten ukrainische Nationalisten zwischen 1943 und 44 über 100 Tausend Polen ermordet. Gestern jährte sich der blutigste Tag der Massaker, bei dem 1943 99 polnische Ortschaften angegriffen wurden und über 10 Tausend polnische Bürger ums Leben kamen, zum 75. Mal.

IAR/adn

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