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Abholzung im Białowieża-Urwald verstößt gegen das Naturschutzrecht der Union.

PR dla Zagranicy
Joachim Ciecierski 17.04.2018 12:08
Das entschied der Europäische Gerichtshofs (EuGH) am Dienstag.
Der König des Dickichts ist ohne Zweifel der Wisent. Heute grasen in Białowieża an die 600 WildrinderDer König des Dickichts ist ohne Zweifel der Wisent. Heute grasen in Białowieża an die 600 Wildrinderwww.bpn.com.pl

Polen verstößt mit der Abholzung von Bäumen im geschützten Białowieża -Urwald gegen das Naturschutzrecht der Union. Das entschied der Europäische Gerichtshofs (EuGH) am Dienstag. Die Ausbreitung des Borkenkäfers rechtfertige nicht den Bewirtschaftungsplan und die Abholzung in dem Urwald, heißt es in dem am Dienstag in Luxemburg verkündeten Urteil. Damit entsprach der Gerichtshof einer Klage der EU-Kommission gegen Polen in vollem Umfang.

Der Urwald steht in Teilen unter dem Naturschutz der EU-Habitat-2000-Richtlinie und ist wegen seltener Tierarten ein „Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung“. Nach Auffassung der EU-Kommission handelt es sich um einen der am besten erhaltenen Naturwälder Europas.

Sollte sich Polen nicht an das Urteil halten, kann die EU-Kommission nach Auskunft des Gerichtshofs erneut klagen und finanzielle Sanktionen beantragen. In dem vorangegangen Eilverfahren hatte der EuGH mit Zwangsgeldern in Höhe von 100.000 Euro täglich gedroht, falls Polen das vorläufige Abholzungsverbot bis zur der nun ergangenen Entscheidung in der Hauptsache missachtet.

afp/pap/jc

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